Hohere Gewalten
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Höhere Gewalt im Verjährungsrecht
"Er ist zu spät? Dafür kann er doch nichts; das ist doch höhere Gewalt." Aber was genau ist "höhere Gewalt"? Der umgangssprachlich gängige Begriff ist von Juristen natürlich präzise definiert worden – allerdings unterschiedlich im Haftungs- und im Fristenrecht. Die Arbeit analysiert den Rechtsbegriff der "höheren Gewalt", seine Herkunft und vor allem seine aktuellen Verwendungen und Deutungen. Vor dem Hintergrund der Entwicklung in der Rechtsgeschichte wird verglichen, wie der Begriff "höhere Gewalt" in verschiedenen Rechtsgebieten und Rechtssystemen verwendet und verstanden wird, in Deutschland, England, Frankreich und Europa. Es wird erörtert, warum "höhere Gewalt" zur Entschuldigung von Fristversäumungen, insbesondere in § 206 BGB im allgemeinen Verjährungsrecht, nicht unbedingt zweckmäßig ist, und es wird eine Neuformulierung für diese Vorschrift und ähnliche Normierungen vorgeschlagen. Der Autor ist als Richter in erst- und zweitinstanzlichen Zivilsachen am Landgericht Flensburg tätig.
Schiffskollision, höhere Gewalt und autonome Schifffahrt
Die autonome Schifffahrt wirft zahlreiche juristische Fragen auf. Samuel Vuattoux-Bock setzt sich mit der Frage der Haftung infolge einer Schiffskollision unter Beteiligung von autonomen Schiffen aus einer deutsch-franzosisch rechtsvergleichenden Perspektive auseinander. Die bisherigen Losungen sehen einen Haftungsausschluss im Falle hoherer Gewalt vor (IUZ, BinSchG, Code des transports). Der Autor erforscht die rechtliche Beziehung zwischen den Merkmalen der hoheren Gewalt (Unvorhersehbarkeit, Unvermeidbarkeit, aussere Ursache) und der autonomen Schifffahrt. Mithilfe einer deutsch-franzosischen Analyse bietet er eine Anpassung der Auslegung der hoheren Gewalt fur die autonome Schifffahrt an. De lege ferenda schlagt er eine neue objektive Haftung infolge einer Schiffskollision vor und untersucht die Gestaltung der hoheren Gewalt in dieser neuen Haftung. Die vorgeschlagene Haftung findet ihre Grundlage in den rechtshistorischen Wurzeln des Seehandelsrechts (z.B. der Hanse) und ist durch ihre deutsch-franzosisch gepragte Ausgestaltung fur eine internationale Harmonisierung geeignet.