- Tibet - Traum oder Trauma?

- Tibet - Traum oder Trauma?

Publication Date: 1987

Publisher: Gesellschaft für bedrohte Völker & Verein der Tibeter in Deutschland e.V-

Pages: 217

Format: Paperback

Authors: John F. Avedon, Phuntsog Wangyal, Jetsun Pema Gyalpo, Tsultrim Chhonphel Tersey, Pema Thonden, John Fraser, David Bonavia, Alan Hamilton, Christina Jansen, Suzette T. Cooke, Klemens Ludwig

4.00 of 1

Click the button below to register a free account and download the file


Download PDF

Download ePub

*Disclosure:“This post may contain affiliate links and I earn from qualifying purchases”.


Als die chinesische Führung 1979 zunächst sehr zaghaft die Tore nach Tibet öffnete, bot sich den ersten Besuchern ein erschütterndes Bild. Die chinesische Besatzung, die 1951 zunächst noch eher friedlich begann, aber spätestens seit 1959 den Charakter einer Gewaltherrschaft trug, hatte das Land vollständig ruiniert.
Vor allem während der sogenannten Kulturrevolution von 1966-1976 war die tibetische Bevölkerung unvorstellbaren Grausamkeiten und die über ein Jahrtausend alte buddhistische Kultur einen wahren Vernichtungsfeldzug ausgesetzt. Etwa eine Millionen tote Tibeter - ermordet in Arbeitslagern, durch Hunger oder offenen Terror - knapp 4000 zerstörte Klöster, Tempel und sonstige religiöse Kultstätten sowie eine völlig am Boden liegende Landwirtschaft waren das Ergebnis der dunkelsten Epoche in der wechselvollen tibetischen Geschichte. Die Spuren sind, ungeachtet aller Liberalisierungsbemühungen bis heute sichtbar. Insbesondere der Dalai Lama, der 1959 vor der chinesischen Armee nach Indien fliehen musste, wird von den Tibeter schmerzlich vermisst.
Dieses Buch enthält Dokumente aus der ersten Zeit der Öffnung Tibets. Tibetische, europäische und amerikanische Autoren berichten, wie sie das Land und seine Menschen unmittelbar nach der Öffnung erlebt haben. Es liefert deshalb die notwendigen Hintergrundinformationen für jeden, der die jüngere Geschichte sowie die derzeitige Entwicklung auf dem Dach der Welt verstehen will.
Es dokumentiert zudem, dass die Tibetfrage innerhalb der Menschenrechts-, "Dritte Welt"-, und Friedensbewegung eine viel größere Beachtung verdient, als ihr bislang- nicht zuletzt aufgrund ideologischer Scheuklappen - zugekommen ist.