Fahrenheit 451 ist die Temperatur, »bei dem Bücherpapier Feuer fängt und verbrennt«. Und Bücher sollen verbrannt werden in dem Staatswesen, das Bradbury beschreibt und das er in eine nahe Zukunft verlegt. Die Feuerwehrmänner löschen nicht mehr das Feuer, sie legen es, wo immer Bücher entdeckt werden - die letzten Zeugen individualistischen Denkens und menschlicher Beziehungen in einer Welt der Automaten.
In dieser Welt lebt der Feuerwehrmann Montag, der sich wie selbstverständlich an der Vernichtung von Büchern und den Häusern, in denen sie gefunden werden, beteiligt. Als er einer jungen Frau begegnet, die sich noch nicht der allseits herrschenden Konformität gebeugt hat und Gedanken äußert, die Montag ganz fremd sind, beginnt er über den Sinn seines Handelns nachzudenken. Je mehr er dies tut, desto weiter entfernt er sich vom Denken der Masse und desto bedrohlicher wird er selbst für das System. Der Jäger wird zum Gejagten.
Fahrenheit 451 erschien erstmals 1953 und ist längst zu einem modernen Klassiker geworden. Der Roman steht neben Aldous Huxley und George Orwell in der Tradition kulturkritischer Zukunftsromane, denen es nicht um die Darstellung des technischen Fortschritts geht, sondern um die Bedrohuhng des Individuums in einer zunehmend technisierten Welt. Mit einer nahezu poetischen Sprache beschreibt Bradbury sein schauerliches Zukunftsszenario, wodurch der Roman noch zusätzlich an Faszination gewinnt.
Fahrenheit 451
Publication Date: 2002
Publisher: Büchergilde Gutenberg
Pages: 174
Format: Hardcover
Authors: Ray Bradbury, Fritz Güttinger, Katrin Stangl
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